Während wir auf dem Mittelalterfest in Arnstorf kräftig am Schwitzen waren, ereilte uns ein Notruf von Christian Baumer, von der Fa. Bavamont in Füssen.
Christian berichtete, dass ihm wegen Erkrankung eine Band ausgefallen ist und er würde uns gerne für seine Veranstaltung Füssen in der Renaissance haben.
Obwohl wir einschließlich Schiltach fünf aufeinanderfolgende Wochenenden auf Tour sind, war es für uns nach kurzer Termin-Abklärung Ehrensache, dass wir Christian nicht hängen lassen.
Und so begaben wir uns also am 27. Tage des Brachet wieder auf große Fahrt. Nach Füssen im bayerisch-schwäbischen Ostallgäu.
Wie üblich erfolgte am Freitag, die Kontaktaufnahme, die Abklärung administrativer Dinge, so wie eine Begehung der Eventfläche.
Diese lag im Herzen der Altstadt, im Von-Freyberg-Park. Ein kleiner aber feiner und gut sortierter Mittelaltermarkt.
Schon beim ersten Rundgang entdeckten wir „alte Bekannte“. Tavernenwirt Frank Gladitz, war mit seinem Dreamteam Sascha Korb und Frank Grupp vor Ort, um die Teilnehmer des Festes mit feinstem Gerstensafte und anderen wohlschmeckenden Köstlichkeiten vor dem Verdursten zu retten.

War das ein Willkommen, hatten wir doch erst am 24. Mai diesen Jahres in Neustadt / RLP darüber philosophiert, dass wir uns lange nicht gesehen haben, uns die Wege leider nicht zusammenführen und wie lange es wohl dauern möge, bis es wieder ein Zusammentreffen gibt.
Und schon 5 Wochen später geschieht es wieder. Das Lustigste daran ist, das es für Sascha und Frank ein unvorhergesehener „Notfalleinsatz“ war, weil Personal ausgefallen war.
Und so führten uns zwei Notfälle zusammen, wie verrückt ist das denn.
Wie schon an den beiden vergangenen Wochenenden lauteten die Wetterprognosen auf Sonne satt und sehr warm.
Der Vorteil an diesem Wochenende lag darin, dass in dem Park große gewaltige Bäume mit mächtigen Baumkronen standen und man je nach Verlauf der Sonne tagsüber das eine oder andere Eckchen im Schatten finden konnte, wo man aufspielen konnte.
Nach der Besichtigung führte uns der Weg dann zu unserer Unterkunft in Halblech zur Fewo_Hipp.
Dort konnten wir eine sehr große helle, moderne, lichtdurchflutete Wohnung mit TOP Ausstattung in ruhiger Lage beziehen.
Die Vermieterin Julia Hipp begrüßte uns persönlich, wies uns in alles ein und stand dann ganz selbstverständlich telefonisch jederzeit für Fragen zur Verfügung.
Zum Kameradschaftsabend machten wir einen Spaziergang in den nahegelegenen Ortsteil Buching, in das Restaurant „Beim alten Wirt“, welches uns Julia Hipp empfohlen hatte.
Ein angenehmes Restaurant mit einem schönen Biergarten. Sehr herzliche Wirtsleute und Personal.
Und so begannen wir das Wochenende mit bayerischen und Allgäuer Spezialitäten. Auch die Hopfenkaltschale war ein Genuss und zum Verdauen tat ein guter Enzian seinen Dienst. Prima Anfang.
Der abendliche Spaziergang zurück und dann noch bis nach Mitternacht in der lauen Sommernacht auf dem Balkon sitzen und die beiden Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau anblicken, die herrlich beleuchtet waren. So konnte man wunderbar „herunterfahren“ und sich für die kommenden Tage rüsten.
Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Café Brunners in Füssen, wo wir sehr freundlich empfangen wurden. Nach einem guten Frühstück konnten wir dann in den Tag starten.
Ab 11:00 Uhr bis 19:30 Uhr unterhielten wir das Publikum mit unseren Liedern. Wie üblich spielten wir Balladen, Rauf-, Sauf, Seemannslieder u.v.m.
Dem Publikum gefiel es prächtig. Die Konzerte waren stets sehr gut besucht, bzw. die Tavernenplätze voll belegt, wenn wir aufspielten. Es wurde begeistert mitgeklatscht und unseren Späßen war auch niemand abgeneigt. Eine wirklich schöne und runde Sache.

Der Wettergott hatte an diesem Tage weitgehend ein Einsehen und schickte Wolkenfelder durch den Himmel, die immer wieder für Schatten und kühlenden Wind sorgten.

Lediglich bei Umzug durch die Altstadt meinte die Sonne wieder alles geben zu müssen. Und so mussten alle Teilnehmer tüchtig Schweiß lassen. Jedoch hielt sich die Länge des Umzuges in Grenzen, so dass es durchaus machbar war.

Nach Feierabend führte uns der Weg wieder vorbei an Schloss Neuschwanstein und Schloss Hohenschwangau zum Restaurant „Beim alten Wirt“ nach Halblech.


Beste Speys und besten Trank auffahren lassen – genießen – „runterfahren“; dann zur Wohnung Duschen und Balkonsitzen – Regeneration für Sonntag.
Sonntagfrüh. Bereits ab 08:00 Uhr brannte die Sonne vom Himmel. Weit und breit kein Wölkchen zu sehen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet im Café Brunners gingen wir also den Tag gestärkt an.
Heute war es die Aufgabe schattige Plätze suchen für sich selbst und die Zuhörer und das Beste geben wie immer.
Das gelang uns bei unseren drei Auftritten sehr gut. Aber man merkte an den Besucherzahlen, dass dieser Sonntag einfach schon wieder zu heiß war. Es waren deutlich weniger Menschen im Park.
Auch beim Umzug durch die Stadt war die Hitze bemerkbar. Es hatte kaum Zuschauer. An den Eisdielen waren die Plätze gut besetzt, aber am Straßenrand hielt sich kaum jemand auf. Die Stadt hatte sich zu sehr aufgeheizt.
Am Ende des Umzuges wurde noch ein Gruppenfoto der Teilnehmer angefertigt. Dann war erst einmal Wasser nachtanken angesagt.
Um 15:45 Uhr spielten wir noch einmal vor der Taverne auf. Trotz Hitze waren die Zuhörer begeistert und taten dies auch kund. Man ließ sich auf Zwiegespräche und Späße ein. So wie wir es schön finden. Die Rückmeldungen der Zuhörer waren durchweg sehr positiv, was uns natürlich sehr gefreut hat.
Nach einem letzten, gemeinsamen, Wassertanken traten wir dann die Fahrt nach Hause an.
Danke an Christian Baumer von Bavamont dafür, dass wir das
Mittelalterfest Füssen in der Renaissance musikalisch begleiten durften.
Was für 6 verrückte Wochenenden haben wir da hinter uns gebracht