Am 30. Tage des Ernting wurden wir in diesem Jahr „Zum wilden Michel“ nach Linach gerufen.
Hatten doch dort zwei Menschen den Drang vermählt zu werden.

Wir ließen uns nicht lange bitten und machten uns unmittelbar auf den Weg, damit das Fest beginnen kann.

Vom Brautpaar Caro und Thomas wurden wir auf das herzlichste begrüßt. Es war herrlich anzusehen, wie aufgeregt Beide waren.

Zu unserer Freude trafen wir nach langer Zeit auch wieder einmal auf unseren Freund, den Gaukler Flobold, welcher die Darbietungen ein wenig koordinieren sollte.


Das Festgelände war fein hergerichtet, für diesen besonderen Tag. Eine Taverne war errichtet und mit ganz viel Herzblut ausgestaltet worden. Eine echte “Wohfühl-Oase“ mit Speis und viel Trank.




Zur ersten Stund nach Meridies begannen wir mit der Unterhaltung der Gäste, die nach und nach eintrafen. Und wir mussten bereits bei der Eröffnung feststellen, dass wir an diesem Tage sehr viel Spaß haben würden.

Nachdem die Gäste ihren ersten Becher mit Wein, Bier oder Gänsewein zu sich genommen hatten, ging es hinunter zum Teich, wo Flobold in seiner einzigartigen Art die freie Trauzeremonie vollzog und die Traurede hielt.

Nachdem das Paar mittelalterlich getraut war, zogen wir zusammen mit Flobold, dem Brautpaar und den vielen Gästen, musikalisch angeführt durch uns, über das Gelände des Wilden Michel, bis hin zur Taverne.

Wie nicht anders zu erwarten, mussten die Vermählten nun ihre ersten gemeinsam Herausforderungen meistern.

Unmittelbar danach kam die große Gratulationsorgie und die Überreichung der Gaben. Nachdem noch einige Reden gesprochen worden waren, ging man über zum Anschnitt der „Hochzeits-Torte“, welche aus leckerem Mett (ja mit zwei T) gestaltet war.

Ab diesem Zeitpunkt bis zum Abendmahl unterhielten wir, zusammen mit Gaukler Flobold, die anwesenden Gäste.
Unsere Lieder führten, wie stets, zu einem breiten Grinsen in den Gesichtern, zum lauthals Lachen oder zum Mitsingen und -klatschen. Die Stimmung war sehr gut – und das schon zum frühen Nachmittage.

Als dann das üppige Mahl aufgetragen wurde, wurden auch wir zu Tisch gebeten.

Der Leibkoch fuhr herrlichste Speisen auf: Spanferkel, Salate, Beilagen jedweder Art, reichlich Gemüse, Brot, Aufstriche, Süßspeisen.
Eine wahrlich fürstliche Tafel ward aufgefahren. Daher war es nicht verwunderlich, dass richtig geschlemmt wurde.

Nach dem reichhaltigen Mahl und dem einen oder anderen Krug Met, Wein, Bier u.v.m., sorgten wir schließlich für notwendige Bewegung. So eröffneten die Vermählten den Tanzreigen mit dem Lied „Du bis min, ich bin Din“. Dabei wurden stetig die Tanzpartner gewechselt, damit auch alle in den Genuss der körperlichen Betätigung kamen.


Einige waren davon so angetan, dass sie zu unseren weiteren Bardengesängen ebenfalls das Tanzbein schwangen.

Als wir zur 9. Stunde nach Meridies zu unseren Abschlussliedern kamen, sorgten wir natürlich noch zu einem Abschluss-Fitness-Programm.
Die Gäste durften „rudern“. Und was sollen wir sagen, nahezu die gesamte Partybande machte mit.

Es war sehr unterhaltsam und es wurde viel gelacht.

Aus unserer Sicht war es ein sehr gelungenes Fest. Und wir wünschen an dieser Stelle dem Ehepaar Caro und Thomas noch einmal alles erdenklich Gute auf ihrem gemeinsamen Lebensweg.