Am Freitag den 13. im Monat Brachet machten wir Spielleute uns auf, um nach Markt Arnstorf in Niederbayern zu fahren.
Wurden wir doch von der Stadt dazu eingeladen, das große Arnstorfer Mittelalterfest – „Auf Heller und Barde“ mit unserer Musik zu bereichern.
Gleich nach der Ankunft erkundeten wir die Örtlichkeit und machten uns über mögliche Auftrittsmöglichkeiten kundig.
Nach Kontaktaufnahme mit dem Organisationschef Rainer Gratz und Klärung der administrativen Dinge verlegten wird dann zu unserer Herberge, zur Pension Ertl in Simbach.
Dort trafen wir auf eine sehr freundliche Vermieterin, welche uns unsere Kemenaten zuwies.
Sehr schöne modern eingerichtete helle Zimmer; großes Badezimmer. Die direkte Lage der Herberge an einer Durchgangsstraße war absolut kein Problem, da 3-fach verglaste Fenster dazu beitrugen, dass nahezu kein Lärm nach innen drang.
Nachdem wir die Zimmer bezogen, uns von den Strapazen der langen Anfahrt erholt und uns frisch gemacht hatten, machten wir einen Spaziergang hinauf in den Ortskern von Simbach, wo wir eine Taverne für den Abend suchten und auch fanden.
Die Taverne Desperado hatte einen wunderbaren Biergarten und dort ließen wir uns zum Kameradschaftsabend bei bester Speys und bestem Trank nieder.
Am Samstagvormittag machten wir uns dann nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg nach Markt Arnstorf.
Dort trafen wir dann auch auf unsere lieben Musikerkollegen von „Die Feuervögel“. Das Hallo war groß, hatten wir doch gemeinsam, das Wochenende zuvor die Besucher der Burg Katzenstein in Dischingen mit unserer Musik unterhalten.
Nach der musikalischen Vorbereitung traten wir dann um 11:30 Uhr zu unserem Konzert an. Und bereits da bemerkten wir, dass dieser Tag eine Herausforderung wird. Die Sonne brannte bereits mit voller Kraft hernieder und heizte die gesamte Innenstadt kräftig auf.
Gott sei Dank wurden wir vom Veranstalter mit ausreichend Getränken versorgt und glücklicherweise befand sich direkt im Zentrum des Geschehens eine Eisdiele durch welche man sich ordentlich herunterkühlen konnte.
Wir trotzten der Wärme bis zum „Feierabend“. Danach ging es zum gemeinsamen Abendessen im Biergarten Desperado zu Simbach und dann zog es uns zurück in unsere Herberge – der laute Ruf der Dusche war eindeutig zu hören (und zu riechen 😉).
Und auch der Sonntag begann mit gleißendem Sonnenschein – kein Wölklein zeigte sich am Himmel.
Und dennoch gingen wir frisch ans Werk und gaben ab 11:15 Uhr unser erstes Konzert. An diesem Tag hatten wir Glück, dass der erste und der zweite Auftrittsort, weitestgehend im Schatten lagen. So ließen sich die Konzerte gut meistern.
Die Hitze stieg an diesem Tage kräftig an. Deutlich über 30 Grad im Schatten. Um 14:00 Uhr startete sodann der 90-minütige Festumzug durch die Innenstadt von Markt Arnstorf, in praller Sonne, keine Schattenbereiche. Dieser Umzug war für Mensch und Tier eine Herausforderung.
Man lechzte nach jedem Wasserstrahl der per Gartenschlauch auf die Umzugsteilnehmer gerichtet wurde und man nahm die Getränkeangebote von den Anwohnern gerne an.
Trotz der Hitze muss man sagen, dass es ein sehr schöner Festzug mit ca. 2.000 Umzugsteilnehmern war. Die Festwagen schön und aufwendig gestaltet und auch die Fußgruppen sehr schön.
Nach dem Festumzug genehmigten wir uns erst einmal eine große Verschnaufpause, bevor wird dann unseren letzten Act auf der kleinen Straßenbühne zum Abschied gaben.
Obwohl es an diesem Wochenende sehr warm war, tummelten sich an beiden Tagen ca. 30.000 Besucher in der Stadt, welche sich sämtliche Angebote in den verschiedenen Bereichen der Stadt ansahen und mitfeierten.
Unsere Konzerte wurden auch sehr gut angenommen; trotz der Hitze ließ man sich den Spaß nicht nehmen. Wir blickten jeweils in fröhliche schweißgebadete Gesichter.
Nach dem letzten Konzert suchten wir den Weg zur Herberge und zur Dusche. Wunderbar, wenn man nach so einem heißen Tag eine kühle Dusche über sich plätschern lassen kann.
Den Abend verbrachten wir, wie bereits die Tage zuvor, im Biergarten der Taverne Desperado, wo es sich gut aushalten ließ.
Bei einem guten Essen und einigen Kaltgetränken beschlossen wir dieses tolle Wochenende. Viele neue nette Menschen kennengelernt, liebe Freunde getroffen, neue Freunde gewonnen. Was will man mehr.
Wir bedanken uns beim Organisationschef Rainer Gratz und der Stadt Markt Arnstorf für die Einladung zur Teilnahme an diesem Fest; auch für die sehr gute Versorgung bei diesem Wetter; einen Dank an das gesamte Team vom Arnstorfer Mittelalterfest – „Auf Heller und Barde“ für ihre Herzlichkeit; einen Dank an alle Zuschauer die trotz der Hitze unsere Konzerte aufsuchten und einen ganz besonderen Dank an alle Besucher die unsere Späße über sich ergehen ließen und denen wir eine Lachen ins Gesicht „meißeln“ konnten.
Einen herzlichen Dank an Rainer Gratz für die Einladung zum nächsten „Auf Heller und Barde 2029“















